Die Invasion der Marienkäfer
29. Oktober 2006
Aufgrund von Sepis Videocast ist mir heute ein Artikel in der Westdeutschen Zeitung aufgefallen die hier in Wuppertal aushängt.
Was heisst ein Artikel? Es waren sogar zwei Artikel in ein und der gleichen Zeitung! Da schau mal einer an was für hoch aktuelle und brisante Beiträge der gute Sepi da behandelt.
Da ich es euch nicht zumuten wollte den aus vielen Handybildern zusammengesetzen Artikel zu entziffern, habe ich ihn euch den ersten Artikel mal schnell abgetippt. Ich gebe also keine Garantie bezüglich Rechtschreibfehlern.
Die Krabbeltierchen rotten sich auf der Suche nach einem Winterquartier zusammen. „Kannibalen“-Verwandschaft aus Fernost bedroht heimische Arten.
Grevenbroich. Der kleine Grevenbroicher Stadtteil Allrath muss etwas Anziehendes haben: Nach der schrecklichen Stechmückenplage im heißen Sommer erlebt der Ort jetzt die Invasion der Marienkäfer. Aber auch andernorts rotten sich derzeit diese Insekten zusammen. Die Kinder freut’s, sie sammeln die Glücksbringer in mit grünem Filz ausgeschlagenen Kästchen. Weniger begeistert sind die Fahrradfahrer, die beim Radeln besser den Mund zuhalten. Verantwortlich für die ungeheruen Käfer-Massen ist das Wetter der vergangenen Monate, das für reichlich Blattläuse gesorgt hat – die Lieblingsspeise der bunten Tierchen.
Thomas Albrecht müht sich in diesen Tagen auf einer Baustelle in Allrath ab. „Schon mehrfach musste ich die Kelle beiseite legen“, berichtet der fleißige Mauer ein wenig genervt, „überall haben die Biester bei mir gesessen: auf dem Kopf, an den Ohren und sogar in den Mund sind die Marienkäfer gekrochen.“ Die Begegnung war nicht ganz angenehm. Die Marienkäfer wähnten sich in Gefahr und gaben ein gelbliches Sekret zur Feindabwehr ab. Das stinkt und ist auch giftig, schadet dem Menschen aber nicht. Albrecht:„Aber ich in bedient.“
„Sie waren alle an den Wänden, das haben wir noch nie erlebt“, erzählen Marianne und Edelbert Wolf, die seit 34 Jahren in ihrem Haus in Burscheid leben. Mit einem Staubwedel verhalf das Ehepaar den Käfern zum „Ausflug“ – mit Erfolg. „Jetzt sind die Meisten weg, nur noch ein paar sind geblieben“, sagt Wolf.
Durch winzige Spalten in die Häuser
Aber auch in manchen Städten machten sich die Käferchen breit. Im Düsseldorfer Zooviertel etwa und auch in Flingern waren die in der Sonne liegenden Wände und Fenstersscheiben von Häusern und Geschäften gesprenkelt mit den Krabbeltieren. In der …straße landeten die Käfer sogar auf den Eishörnchen, die sich Passanten beim strahlenden Sonnenschein gegönnt hatten.
Birgit Königs, Sprecherin des Naturschutzbundes NRW (Nabu), kann das Phänomen erklären: „Die Tiere rotten sich an den letzten sonnigen Herbsttagen an warmen Orten zusammen, um dann ein geschütztes Plätzchen für den Winter zu suchen .“ Bisweilen schlüpfen sie durch Spalten von Fensterrahmen auch in die Häuser. „Nach zwei oder Drei Tagen zeihen sie dann aber weiter“, versichert Königs, „um ein sicheres und warmes Plätzchen für den Winter zu finden.“ Das kann ein Laubhaufen sein, aber auch Mauerritzen und Dachsparren. Manche Arten begeben sich sogar auf große Wanderschaft in wärmere Regionen Europas.
So lange wollte ein Ratloser Hausbesitzer aus Neuss nicht warten, der bei den Naturschützern gestern anrief. Bei ihm im Dachstudio hatte sich ein ganzes Käfervolk eingenistet. „Meine Frau ekelt sich ein wenig“, meinte er und fragte, was er nun tun solle. „Bitte nicht mit der Fliegenklatsche vorgehen und auf keinen Fall wegsaugen“, rät Königs auf für andere Fälle. Wenn man das Fenster öffnen würde, wären die Tierchen schon bald von alleine weg.
Aber nicht nur der Staubsauger ist der Feind des heimischen Marienkäfers, sonder auch sein Verwandter aus Fernost. Immer häufiger ist bei uns der Asiatische Marienkäfer Harmonia axyridis zu beobachten. er wid gerne im gewerbsmäßigen Gartenbau gezielt zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Doch die gute Tat wird zum Bumerang: Inzwischen hat sich der Asiate in die freie Natur abgesetzt und bereitet dort nun Probleme. „Wissenschaftler befürchten, dass sich der Neubürger aufgrund seiner Lebensweise und seiner hohen Vermehrungsrate bei uns rasch ausbreiteten wird und damit langfristig manche heimische Marienkäferarten verdrängen könnte“, so Nabu-Insektenkundler Karl-Heinz Jelinek.
Der Asiatische Marienkäfer ist ungeheuer gefräßig und bedient sich nicht nur bei Blattläusen, Gallmückenlarven und viele anderen Insekten sondern als richtiger Kannibale auch beim Nachwuchs der deutschen Marienkäfer. Die sechs Millimeter großen, schwarz gepunkteten Käfer können von fast völlig orangerot bis fast schwarz gefärbt sein. Die meisten Exemplare haben insgesamt neunzehn schwarze Punkte auf den Flügeldecken.
Der Käfer-Spuk hat aber bald ein Ende: Mit dem für die nächsten Tage vorhergesagten Regen und ein paar Graden weniger wird sich das Problem nach Ansicht von Experten selbst erledigen.

So, so. Das sind dann wohl Ninja-Marienkäfer.
Übrigens hatte ich einen Käfer, der die ganze zeit auf meiner Fensterbank saß (innen) bennant. melchor hieß er. Vetrieben habe ich ihn nicht weil er ganz friedlich zu schlafen schien. Aber wie das wort “schien” schon andeutet, war melchors zustand ein anderer. Tod – das ding war tot wie ich vor kurtzem bemerkte als eine Windböhe ihn auf meine Tastatur trug. naja, so ist das leben.